One World Kollektiv

Sprechen & Zuhören

Online-Kurs

Wir nutzen ein Dialog-Format von "Mehr Demokratie e.V." um Grenzen zu überwinden und uns auf das Yoga optimal vorzubereiten. 
Yoga kann das Körperbewusstsein stärken und dadurch dazu beitragen, dass wir uns auch bei Herausforderungen sicher fühlen. Gleichzeitig braucht es Werte, die als Ankerpunkte eine Tendenz erzeugen. Beides zusammen sorgt für Balance und Ausgeglichenheit.
Diese Werte entstehen nicht von selbst, sondern müssen von uns – bestenfalls im Dialog mit uns selber und anderen – erkannt und integriert werden. Deshalb wenden wir das Dialogformat „Sprechen & Zuhören“ zu einer kursspezifischen Fragestellung an, bevor wir mit dem Yogakurs beginnen.


Die Spaltung der Gesellschaft in verschiedene Gruppen mit stark abweichenden Meinungen und Einstellungen nimmt zu.  Vielen sind einsam und haben Probleme damit, ihre Bedürfnisse zu kommunizieren. Es scheint zunehmend schwieriger zu werden, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Meinungen verständigen.
 „Sprechen & Zuhören“ wirkt dem entgegen, in dem es durch einfache Regeln für sichere Rahmenbedingungen sorgt. 

Die regelmäßige Wiederholung von Yoga und Meditation kann innere Grenzen und Barrieren öffnen. Manche berichten davon, dass das eigene Bewusstsein sich ausdehnt und die innere Toleranz gefördert wird. 
Aber einige Menschen spüren auch Nebenwirkungen. Das kann von Schlafstörungen bis zu Dissoziationen reichen. Oder man lernt, sich so sehr zu beruhigen, dass man ungesunde Situationen aushält, anstatt sie zu verlassen. Leor Zmigrod schreibt in ihrem 2025 erschienenen Buch „Das ideologische Gehirn“, dass ein rigides und statisch denkendes Gehirn neurobiologisch identifizierbar ist. Sie hat erforscht, dass ständiges Wiederholen von festgelegten Ritualen ideologisches Denken begünstigen kann. Der Wunsch nach Wellness und Entspannung scheint jedenfalls nicht ausreichend zu sein, um autoritären Tendenzen entgegen zu wirken. 
Möglicherweise kommt es auf die Art und Weise der Yogapraxis an, ob Yoga den Geist öffnet oder rigideres Denken gestärkt wird. Eine zentrale Rolle spielt dabei der innere Kompass oder Fokus. Dies ist eine Art „rote Linie“, die von unseren Werten und unserem Weltbild („Ein-Stellungen“ im wahrsten Sinne des Wortes) gesetzt wird. 

Wir nutzen das Format „Sprechen & Zuhören“, um diesen Ankerpunkt zu identifizieren und zu projizieren, bevor wir mit der Yogapraxis beginnen. Denn das Ziel des Dialoges ist es, die zwischenmenschliche Verständigung zu fördern – sowohl mit Ähnlich-Denkenden als auch bei entgegengesetzten Meinungen. Die Erfahrung zeigt, dass das Format zahlreiche positive Effekte bewirkt und der Empfindung von Einsamkeit entgegen wirkt.

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