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Wann sind Religionen gefährlich

Wie viele Kriege sind im Namen der Religion ausgetragen worden? Wie viele politische Konflikte sind verschleiert worden, indem sie religiös aufgeladen wurden?
Die Religion ist ein Bindeglied, eine Möglichkeit der Identifikation und als ein Mittel zu Abgrenzung von anderen. Diese Funktion kann sie erfüllen, weil sie sich einer Technologie bedient, die das Bewusstsein der Menschen beeinflussen kann.

Die Existenz von Gott kann man nicht beweisen, man kann sie aber auch nicht widerlegen.
Die Anwendung einer Religion oder die Identifikation mit einer Weltanschauung ist daher eine individuelle Entscheidung, die auch nur für das Individuum Gültigkeit haben sollte. Diese moderne Betrachtungsweise ermöglicht die friedliche Koexistenz von unterschiedlichen Religionen und mentalen Konzepten.

Sobald ein Kollektiv geschaffen wird, das die individuelle Entscheidungsfreiheit des einzelnen ersetzt oder sanktioniert, entsteht Korruption. Selbstbestimmung ist der natürliche Zustand des Menschen. Wenn sie in Frage gestellt wird, kann sie nur mit Hilfe von Machtmissbrauch, Tricks und Beugen der Wahrheit aufrecht erhalten werden.
Religion hat seine Berechtigung lediglich als Technologie, nicht aber als Mittel der Identifikation. Wer sich mit einer Religion identifiziert, läuft Gefahr, die eigene Selbstbestimmung zu verlieren. Er läuft Gefahr, von anderen für Ziele missbraucht zu werden, die nicht die eigenen sind. Wer sich mit einer Weltanschauung identifiziert, läuft Gefahr, das zu verlieren, was den Mensch-Sein ausmacht: den freien Willen.

Wieso sind Religionen trotzdem wichtig?

Religion und Weltanschauung dient dem Individuum als mentaler Stabilisator. Hierin besteht der eigentliche Sinn und Nutzen ihrer Existenz.

Eine individuelle Weltanschauung prägt die Identität eines jeden Menschen. Sie entsteht im Laufe der Jugend und beinhaltet grundlegende Annahmen, die mit der eigenen Existenz, Entscheidungsfähigkeit und Unterordnung in Beziehung stehen. Diese Weltanschauungen prägen den Einzelnen in so einem solchen Maße, dass den meisten nicht bewusst ist, was das konkret bedeutet. Tatsächlich sind wir alle Sklaven unserer eigenen Glaubenssätze, egal ob wir an einen Gott glauben oder nicht.

Eine freiwillig vereinbarte gemeinsame Weltanschauung ist ein Schritt hin zur individuellen Freiheit und Souveränität. Die Ausrichtung des Bewusstseins auf ein spezifisches Gottes-Substrat ermöglicht ein spezifisches Ergebnis. Eine Anwendungsmöglichkeit ist z.B. der Umgang mit Angst. Todesangst, ist die Urform aller Ängste. Sie kann mit Hilfe von Bewusstseinstechnologie, wie sie in Religionen oder im Yoga zum Einsatz kommt, kontrolliert werden.

Ein sehr offensichtliche aber weitgehend unerkanntes technologisches Mittel von Religion ist der Einsatz des Märtyrers oder des freiwilligen Leidens. Der Märtyrer leidet oder stirbt für andere. Dies setzt bei allen Menschen, die damit in Verbindung kommen, Kräfte frei. Die Macht der feindlichen Fraktion des Märtyrers wird geschwächt. Die Macht der eigenen Fraktion des Märtyrers wird gestärkt. Gandhi hat diesen Mechanismus in seiner Theorie der gewaltfreien Aktion beschrieben. Er setzte das freiwillige Leiden effektiv und erfolgreich als politisches Mittel ein.

Im Kundalini Yoga ist die Nutzung von Bewussteinstechnologie besonders offensichtlich und ausgereift. Der Yogi nutzt spezifische Bausteine in ihrer traditionellen Form, um das jeweils gewünschte Ergebnis zu erzielen. Dies geschieht auf eine kulturneutrale Weise. Dadurch ist es Möglich, die Wirksamkeit einer beliebigen Religion weiterhin zu nutzen, und das Yoga als Verstärker oder Ergänzung einzusetzen.

Wenn der eigentliche Wert der Religionen als Technologie erkannt wird, und die Identifikation als homogene religiöse Gruppe, ersetzt, wird einer der wichtigsten Gründe für Kriege und Gewalt beseitigt. Politische Differenzen können dann mit Hilfe von Kommunikation, Kompromissen und gegenseitigem Respekt und Verständnis ausgetragen werde - ohne den Verschleierungsmantel, der durch die Identifikation mir einer Religion entsteht.

Der oben beschriebene Mechanismus der Martyriums bzw. des freiwilligen Leidens besteht weiterhin. Er ist universell und wirksam, solange Kommunikation und Austausch gewährleistet ist.

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